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Produkte

PolRecyc

Recycling von Thermoplasten
(die Softwarenutzung ist bis auf Weiteres kostenlos)
Programm-Hilfe als Online-Hilfe

Beschreibung
Die Software PolRecyc ermöglicht die Bestimmung zulässiger Regeneratanteile bei der Verarbeitung von Thermoplasten. Dabei können zwei verschiedene Wege zur Auswertung genutzt werden.

1. Es wird ein Eigenschaftsgrenzwert vorgegeben, der nicht über- bzw. unterschritten werden darf. Daraus bestimmt das Programm den zugehörigen zulässigen Regeneratgehalt.

2. Es kann der Einfluß verschiedener Regeneratanteile auf den Eigenschaftsverlauf betrachtet werden. Hierbei kann der Anwender den gewünschten Regeneratgehalt vorgeben.

Grundlage für die Prognosen ist jeweils eine Meßreihe bzw. Masterkurve. Diese Meßreihe repräsentiert den Verlauf einer gemessenen Eigenschaft eines bestimmten Kunststofftypes bei 100%-igem Einsatz von Regenerat, d.h., es wird Originalmaterial verarbeitet und anschließend an den Erzeugnissen bzw. Prüfkörpern die bestimmende Eigenschaft gemessen. Danach werden alle Erzeugnisse bzw. Prüfkörper regeneriert und 100%-ig wieder verarbeitet. Darauf folgend wird abermals gemessen, regeneriert und wieder zugeführt. Dieser Zyklus sollte ca. 6 bis 10 mal wiederholt werden. In unserer Software sind derzeit ca. 200 dieser Masterkurven für unterschiedliche Kunststoffe, Eigenschaften und Fertigungsverfahren verfügbar.

Für weitere Informationen nutzen Sie bitte auch unsere Rubrik "Hilfe" (Online-Hilfesystem).

Klicken Sie den Schalter "Start" um die Software online zu starten (eine vorherige kostenlose Registrierung ist erforderlich).



Die Wiederverarbeitung thermoplastischen Rücklaufmaterials (Regenerat, Regranulat) scheitert i.d.R. an der Unsicherheit über die Auswirkung von Regeneratzusätzen auf die Qualität der Kunststofferzeugnisse unter Praxisbedingungen. Diese beruht meist weniger auf sachlich begründbaren Einwänden, als vielmehr auf Vorurteilen, die Abfallzusatz pauschal als unzulässiges Qualitätsrisiko abstempeln, sowie fehlenden Erfahrungen.

Langjährige systematische Untersuchungen führten zur Entwicklung eines Konzeptes, das durch eine Kombination von Experiment und Berechnung die zulässigen Regeneratanteile für meßbare Qualitätskriterien von Kunststofferzeugnissen bestimmt. Dieses Konzept wurde für die wichtigsten Kunststoffe, Verfahren und Qualitätsanforderungen eingehend experimentell überprüft und seine rationelle Anwendung als Software nutzbar gemacht.

Exemplarisch betrachtet wird der kürzeste Recyclingweg (geschlossene Stoffkreisläufe im Verarbeitungsbetrieb), der die betriebswirtschaftlich und ökologisch größten Vorteile bietet. Die hinlänglich bekannte Abhängigkeit der Teileeigenschaften von den Verarbeitungszyklen führt zur Bestimmung des Grenzregeneratgehaltes. Ab einem bestimmten Grenzregeneratgehalt wird der vorgegebene Eigenschaftsgrenzwert auch bei beliebig vielen Materialdurchläufen nicht mehr unter- bzw. überschritten. Diese Grenze ist identisch mit dem maximal zulässigen Rücklaufmaterialanteil. Geringere Anteile sind für den Gebrauchswert des Erzeugnisses unproblematisch.

Wird dieser Grenzwert durch systematische Versuche bestimmt, so ist damit ein erheblicher Aufwand (Prüfungen, Messungen, Auswertungen) verbunden. Es bietet sich an, statt durch aufwendige Versuche die Eigenschaftsänderungen durch ein Rechenmodell zu prognostizieren, um auf diese Weise den Grenzregeneratgehalt zu bestimmen.

Ein geeignetes mathematisches Modell besteht aus 3 Komponenten:
  • Die 1. Komponente liegt in Form einer Reihenentwicklung für den bisher betrachteten Prozeßablauf vor.
  • Um als 2. Komponente die Eigenschaftsfunktion experimentell zu ermitteln, muß das Material mehrmals bei 100%-igem Einsatz von Rücklaufmaterial verarbeitet und die entsprechende Eigenschaft geprüft werden. 6 bis 8 Materialdurchläufe sind dabei völlig ausreichend.
  • Eigenschaftsadditionsgesetze für weitgehend homogene und isotrope Werkstoffe sind bekannt und stellen die 3. Komponente dar.

Mit diesem Ansatz läßt sich für Regeneratgehalte und Verarbeitungszyklen die resultierende Eigenschaft berechnen und damit der Grenzregeneratanteil bestimmen. Vorausgesetzt wird dabei, daß die für die Regeneratprognose relevanten Eigenschaften der Produkte als variable Größen meßbar sind und in sinnvoller Korrelation zu den Gebrauchseigenschaften der Erzeugnisse stehen.

Die Forderung nach meßbaren Eigenschaften grenzt zunächst solche Qualitätsanforderungen aus, die als optisch - visuelle Merkmale meist dual bewertet werden. Nach Bestimmung des Grenzregeneratgehaltes muß daher u.U. in einer zusätzlichen Kontrollreihe die Erfüllung diesbezüglicher Forderungen geprüft werden.

Für den zusetzbaren Regeneratanteil, der als werkstoffbezogener Festwert nicht existiert, wird in Firmenschriften der Rohstoffhersteller häufig der pauschale Wert von 20% genannt. Tatsächlich kann dieser Prozentsatz jedoch formteilabhängig oft erheblich überschritten werden. Bezüglich der Verarbeitungseigenschaften muß der Einfluß des Regenerats auf Einzugs- und Fließverhalten (Molekülabbau/Vernetzungsreaktionen) beachtet werden. Übliche Abweichungen bei den Verarbeitungsparametern (Zeit, Temperatur, Druck) können jedoch meist vernachlässigt werden.

Die o.a. Betrachtungen gingen vom geschlossenen Stoffkreislauf an einer Maschine aus, sind jedoch auch auf ganze Erzeugnissortimente übertragbar. Damit gelingt es, die gesamte Regeneratbilanz auf eine sichere Grundlage zu stellen. Die erfolgreiche Erprobung in der Praxis zeigte eindeutig, daß teilweise Überschreitungen des Grenzregeneratgehalts durchaus zulässig sind.

...langjährige Erfahrung...

Seit vielen Jahren befassen wir uns mit der Entwicklung von Software. Speziell für die Kunststofftechnik haben wir in der Vergangenheit bereits verschiedenste Lösungen realisiert.

Wir können dabei auf viele Jahre beruflicher Erfahrung zurück greifen.

Alle unsere Software-Produkte wurden aufgrund Ihrer umfangreichen fachlichen Inhalte und Entscheidungen bezüglich der Bedienung optimiert. Sie können somit in kürzester Zeit verschiedene Varianten evaluieren und Ihre Lösungen absichern.


PolCycleTime
Zykluszeitberechung (inklusive Kühlzeitberechnung) für das Spritzgießen von Thermoplasten und thermoplastischen Elasto-meren.

Erheblich geringerer Aufwand gegenüber FEM-Software-Systemen bei gleichwertiger Genauigkeit bzw. Zuverlässigkeit.


Die Software PolSelec wurde erstmals 1986 vorgestellt und u.a. für die Ausbildung von Ingenieuren der Kunststofftechnik verwendet.

Die Software wurde komplett überarbeitet und ist nun mit erweitertem Funktionsumfang verfügbar.